Patientenbilder Praxismarketing

17 Aug Patientenbilder für das Praxismarketing: Einwilligung einholen (Mustervorlage)

Ärzte veröffentlichen auf Ihren Homepages oder in den sozialen Netzwerken immer häufiger Fotos ihrer Patienten. Die Bilder sollen z.B. den positiven Effekt einer ästhetischen Behandlung verdeutlichen oder aufzeigen, wie zufrieden Patienten nach einer Behandlung sind.

Zweifelsohne eine gute Werbung für den jeweiligen Arzt, da er seine Arbeit, sein gutes Verhältnis zu Patienten sowie Behandlungserfolge optimal damit präsentieren kann – im Falle eines Zahnarztes z.B. den großen Farbunterschied nach einem Bleaching oder ein schönes Lächeln dank neuer Kronen, Brücken oder Implantate.

Achtung: Persönlichkeitsrecht!

Jede Person hat ihr Recht am eigenen Bild. Das bedeutet, jeder darf selbst bestimmen, was mit Fotografien oder anderen bildlichen Darstellungen der eigenen Person in der Öffentlichkeit geschieht. Das Recht am eigenen Bild gehört zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht.

Um späteren Ärger und Missgunst von Anfang an aus dem Weg zu gehen, sollte bzw. muss ein Arzt, der Fotos seiner Patienten publizieren möchte, stets eine schriftliche Einwilligung vom Patienten einholen. Eine mündliche Zusage alleine reicht nicht aus. Das gilt auch, wenn man das Gesicht auf den Bildern nicht sieht oder nur bestimmte Ausschnitte, wie z.B. der Mund, zu erkennen sind.

Mustertext für die schriftliche Einwilligung

Die Erlaubnis Bilder zu nutzen kann der Arzt z.B. mit dem allgemeinen Anamnesebogen, den jeder neue Patient ausfüllt, einholen. Oder er erstellt ein gesondertes Formular, das der Patient zusätzlich unterschreiben kann.

Ein solches Formular könnte beispielsweise folgende Vereinbarung beinhalten:

Patientenerklärung für fotografische Dokumentation

Ich erkläre mich einverstanden, dass Fotografien von mir und von Befunden oder Situationen vor, während bzw. nach des Eingriffs oder der Behandlung angefertigt und im Einzelfall auch publiziert werden können.

Diese Bilder dienen neben der Planung von Behandlungen insbesondere auch der Dokumentation der Behandlung.
Das Bildmaterial wird (zumindest in digitaler Form) mindestens 10 Jahre lang gespeichert werden.

Ich habe als Patient auch die Möglichkeit, mir das von mir angefertigte Bildmaterial zur eigenen Verwendung in digitaler Form herausgeben zu lassen. Dies berührt nicht die weitere Verwendung durch XY (Name des Arztes / Zahnarztes).

Ort, Datum // Unterschrift des Patienten

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema?

Gerne steht Ihnen RA Dirk Nickel, Fachanwalt für Medizinrecht in der Kölner Anwaltskanzlei BJBK für eine weitere Beratung  zur Verfügung.

Kontaktdaten:
BJBK Rechtsanwälte
RA Dirk Nickel, Fachanwalt für Medizinrecht
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Foto: Young female patient sitting on chair in dental office.preparing for dental exam.Looking at camera / © zeremskimilan / fotolia.com

Oliver Löw
oliver.loew@docrelations.de

Oliver Löw ist seit 2007 als Kommunikator im Gesundheitsbereich tätig. Im Jahr 2012 gründete er in Meerbusch die Agentur DOCRELATIONS® Praxismarketings & PR, die auf Marketing und PR im Gesundheitswesen spezialisiert ist. 2014 verlagerte die Agentur ihren Sitz in die Landeshauptstadt Düsseldorf. 2015 eröffnete Docrelations ein weiteres Büro in Bayreuth. Oliver Löw ist ehemaliger PR/Marketing-Leiter des Instituts für dentale Sedierung (heute Dr. Mathers Institutes), war zuvor als PR-Berater in einer renommierten Healthcare-PR-Agentur für marktführende Arzneimittelhersteller verantwortlich und fand den Einstieg in den Medizinbereich durch ein PR-Volontariat bei der Bayer AG in Leverkusen.



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